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04.02.2010Unterstützung für Jugendwerkstatt und interreligiöses Institut
Früherer Propst Eibach übergibt Spenden und Kollekte aus seinem Verabschiedungsgottesdienst --- Gießen. Mit einem Gottesdienst in der Evangelischen Johanneskirche war der frühere oberhessische Propst Klaus Eibach am 6. September 2009 aus seinem Amt verabschiedet worden. Jetzt hat Klaus Eibach einen Betrag von über 6.300 Euro, der durch Spenden und die Kollekte anlässlich seiner Verabschiedung zusammen gekommen waren, den Empfängern übergeben. Jeweils die Hälfte, genau: jeweils 3.180 Euro, erhielten die Jugendwerkstatt und das Henry Martyn Institute im Südindischen Hyderabad.
Im Bistro der Jugendwerkstatt Gießen überreichte Propst a.D. Eibach am Mittwoch, 3. Februar 2010, die Beträge an Pfarrer Christoph Geist und Wolfgang Balser von der Jugendwerkstatt und Pfarrer Detlev Knoche, Leiter des Zentrums Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Pfarrer Knoche wird die Unterstützung für das Institut anlässlich einer Reise nach Indien in den nächsten Tagen persönlich in Hyderabad abliefern.
Die beiden Projekte seien ihm während seiner Dienstzeit wichtig gewesen und durch ihre „ausgezeichnete Arbeit“ beispielhaft für evangelisches Engagement, sagte Eibach. Er selbst habe sowohl in Gießen als auch in Indien gesehen und miterlebt, welche „segensreiche Folgen“ das Wirken der beiden Einrichtungen habe. Dieses solle mit dem Geld unterstützt und weiter ausgebaut werden.
Die Jugendwerkstatt Gießen fördert die persönliche, soziale und berufliche Kompetenz von benachteiligten jungen Leuten. Sie sollen sich wieder erfolgreich in Gesellschaft und Arbeitsmarkt eingliedern können. Durch das Möbel-Kaufhaus oder die Bauteilbörse, in der Schreinerwerkstatt oder durch das Erlernen von Techniken der Metallbearbeitung sollen junge Leute neue Lebensperspektiven bekommen.
Das Henry Martyn Institute im Südindischen Hyderabad ist ein internationales Zentrum für interreligiöse Forschung, Beziehungen zwischen Religionsgemeinschaften und für Versöhnung. Die Einrichtung wird getragen von einer ökumenischen, christlichen Vereinigung. Arbeit gegen Vorurteile und für gewaltfreie Konfliktlösungen sollen Vertrauen aufbauen und Versöhnung zwischen verfeindeten Bevölkerungsgruppen schaffen. Das Institut bietet Studienmöglichkeiten und Seminare und organisiert Sozialprojekte und Gemeinwesenarbeit. Auch mehrere Gruppen und Einzelpersonen aus der EKHN waren bereits dort, darunter mindestens 40 Pfarrerinnen und Pfarrer aus der EKHN.
Klaus Eibach war von 1991 bis 2009 für drei Amtsperioden Propst für die Kirchenregion Oberhessen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Die Propstei umfasst zehn Dekanate mit 307 Gemeinden und 354.000 Kirchenmitgliedern in den Landkreisen Gießen, Wetterau und dem Vogelsberg. Als Propst gehörte Eibach zum Leitenden Geistlichen Amt (LGA) der EKHN. Zum Nachfolger wählte die Kirchensynode der EKHN im November den 46-jährigen Theologen Matthias Schmidt, bisher Pfarrer für Bildung und Gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Dekanat Vogelsberg. Er wird am 7. März um 17 Uhr in der Petruskirche in Gießen in sein Amt eingeführt.




